Wirtschaftsförderung durch die L-Bank erreicht Rekord

Wirtschaftsförderung durch die L-BankDie Förderung der baden-württembergischen L-Bank lag 2018 auf Rekordniveau. Foto: Pixabay/Chefchen/CC0

Die Wirtschaftsförderung durch die L-Bank war 2018 begehrt. Die diversen Programme, die sich an Firmen vom Startup bis zum größeren Unternehmen richten, erreichten eine neue Rekordmarke.

Ein Plus von vier Prozent im Vergleich zu 2017 und ein Gesamtvolumen von 3,57 Milliarden Euro vermeldet die Förderbank des Landes Baden-Württemberg als Jahresbilanz 2018. Über alle Programme der Mittelstandsförderung hinweg wurden zinsgünstige Kredite mit einem Gesamtvolumen von 2,32 Milliarden Euro (plus 2,7 Prozent) an mehr als 5100 Betriebe vergeben. Damit seien etwa 7800 neue Arbeitsplätzen geschaffen worden, sagt die Bank. Die Zahl der gesicherten Arbeitsplätze veranschlagt sie auf  318 000.

Deutlich stieg die Förderung von Firmen, die im ländlichen Raum investieren. Mit der so genannten Investitionsfinanzierung erhalten sie ein Förderdarlehen mit vergünstigten Zinsen. Das Programm gibt es für alle Arten von Investitionen und für alle mittelständischen Unternehmen im ländlichen Raum. Hier gab es 2018 mit mit 628 Millionen Euro eine Steigerung um mehr als 21 Prozent.

Wirtschaftsförderung durch die L-Bank: Mittelstand im Fokus

Noch höher ist die Steigerung beim Förderprogramm „Innovationsfinanzierung 4.0“. Es soll im Mittelstand Vorhaben finanzieren, die für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von besonderer Bedeutung sind. Eine mit 352 Millionen Euro um 70 Prozent höhere Darlehenssumme zeigt, wie dringlich etwa Investitionen im Bereich der Digitalisierung sind. Bei einer vom Land Baden-Württemberg neu eingeführten „Digitalisierungsprämie“ erwartet die L-Bank 2019 eine deutlich höhere Nachfrage.

Für die Modernisierung der baden-württembergischen Wirtschaft seien die Mittelständler unverzichtbar, sagte L-Bank-Chef Axel Nawrath.  „Nicht jede gute Idee ist bei einem jungen Unternehmen gut aufgehoben. Oft ist ein Grundstock an Kapital und ein eingespieltes Netzwerk wie es viele Mittelständler vorweisen können hilfreich“.

Etwas weniger Förderung von Existenzgründungen

Etwas verhaltener war insbesondere im zweiten Halbjahr die Entwicklung der Existenzgründungsförderung.  Mit insgesamt 624 Millionen Euro haben alle Programme der Existenzgründungsförderung zusammen das zweithöchste Ergebnis der Geschichte der L-Bank erzielt (Vorjahr 660 Millionen Euro). Hier werden nicht nur Neugründungen, sondern auch Unternehmensnachfolgen gezählt. Auch im Jahr 2018 stärker nachgefragt wurden Programme für eigentliche Existenzgründungen, wie die „Startfinanzierung 80“, die einen Förderkredit der L-Bank mit einer obligatorischen Risikoentlastung durch die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg verbindet.

Diese Förderung richtet sich an Gründungen und Startups mit kleinerem Finanzbedarf.  L-Bank-Chef Axel Nawrath betont die Bedeutung solcher Förderprogramme. Viel werde über die Bedeutung von privaten Risikokapital für Startups geredet, sagte Nawrath: „Das ist zwar durchaus richtig, jedoch sollten wir auch nicht bewährte Förder-Finanzinstrumente aus den Augen verlieren, die für eine Vielzahl, gleichsam innovativer Gründungen passender sind.“

Finanzierung von Ressourceneffizienz größtes Förderprogramm

Weitere Programme der L-Bank betreffen Klimaschutz und Ressourceneffizienz.  So werden beispielsweise energetische Sanierungen an Firmengebäuden gefördert. Programme gibt es nicht nur für kleinere und mittlere Unternehmen, sondern auch für größere Firmen, die für Sanierungen an Betriebsgebäuden ein Kombi-Darlehen  bis zu einer Höhe von 25 Millionen Euro erhalten können.

Mit 629 Millionen Euro ging das Volumen im Vergleich zu den 643 Millionen Euro im Vorjahr zwar leicht zurück.  „Die „Ressourceneffizienzfinanzierung“ ist damit aber weiterhin die volumengrößte Wirtschaftsförderung durch die L-Bank.

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