Winnenden: Werbeclips mal ganz klein

WerbeclipsMichael Dzovor von Werbeflix in seinem Studio; Foto: Stoppel

Werbeclips sind längst nicht mehr nur eine Sache für größere Firmen. Ein Startup aus Winnenden will sie neben den Großkunden nun auch für den Händler um die Ecke  selbstverständlich machen.

Viele haben den Traum, mal einen eigenen Film zu drehen. Und wie dieser aussehen soll, das wissen sie auch. Schließlich kann man ja auch ­träumen. Dann muss man diese Bilder nur noch auf Film oder heutzutage auf einen Datenträger bringen. Aber daran  scheitert der Traum dann meistens. Denn einen Film so zu drehen,  dass das Ergebnis  dem entspricht, was das Kopfkino seit vielen Jahren perfekt in Farbe, Schnitt und Ton zeigt, das ist alles andere als einfach. Hier kommt dann ­Michael Dzovor ins Spiel.
„Viele meiner Kunden haben schon eine ganz genaue Vorstellung, was sie haben wollen. Dabei ist das doch eigentlich ein Teil meines Jobs“, sagt der Filmer und lacht. Der 32-Jährige hat am 1. April in Winnenden die Firma Werbeflix ins Leben gerufen. Einen Slogan hat sie auch schon: „Werbeflix macht Werbung fix!“Werbung und Marketing sind die Geschäftsfelder seines jungen Unternehmens. Denn pfiffige Clips zu drehen ist das eine, sie einem breiten Publikum vorzuführen das andere. Durch Kontakte zu Kinos eröffnet Dzovor ­seinen Kunden  die Möglichkeit, ihre Werbeclips bundesweit vorführen zu lassen – oder ganz genau nur dort, wo seine Kunden arbeiten.

Werbeclips für den Frisör und den Kfz-Sachverständigen

„Zum Beispiel Barber Nik. Das ist ein Herrenfriseur, der in Winnenden und Waiblingen Läden hat.“ Dieser wolle unbedingt bekannt machen, dass er tatsächlich nur Herren bedient. Das wird der  Inhalt des Clips sein und natürlich, was die Barber-Barbiere alles draufhaben.„Ein Kfz-Sachverständiger aus Schorndorf namens Salvatore Papa gehört auch zu meinen Kunden“, sagt Dzovor. Er zähle zu jenen Menschen, die seit vielen Jahren einen Film träumen und diesen nun mithilfe des Filmers wahr werden lassen wollen. „Wir haben uns zu einem  Gespräch getroffen, und er hat mir die komplette Handlung erzählt.“ Zu sehen sein sollen zwei Kinder auf Bobbycars, die auf einer Straße aufeinander zufahren: ein braves Mädchen in Rosa als Tochter und ein freches Bürschchen als Sohn in Schwarz. „Es gibt einen Crash, die Bobbycars liegen auf der Seite, danach sieht man das Mädchen, das  sagt: Ich ruf’ jetzt Papa.“
Michael Dzovor, der früher Videoclips gedreht hat und dafür bereits einige Preise einheimste – unter anderem  2014 den deutschen Rock-und-Pop-Preis in der Kategorie bestes Video –, hat  renommierte Firmen als Kunden. Für Adidas produziert er Clips im Bereich Kampfsport. „Ein Bekannter hatte mich gebeten, für ihn einen Clip für einen Kampf in Istanbul zu drehen. Er wird von Adidas gesponsert. Als die sahen, was ich für ihn gemacht hatte, waren sie so begeistert, dass sie  sofort bei mir ­angerufen haben.“
Produktvideos gehören heute ebenfalls zu den Wünschen von Kunden. „Klar, das mache ich auch“, sagt der 32-Jährige. Allerdings gibt es hier das Problem, dass viele Firmen in diesem Bereich auf Diskretion pochen. „Darüber darf ich nichts sagen.“

Noch mehr Innovationen...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*


*

Ideenwerkbw.de Newsletter

Einmal pro Woche die neuesten Startup-News!

NEWSLETTER