Visionen und Praxis – ICE Conference in Stuttgart

ICE Conference in StuttgartDie Sozialpsychologin und Informatikerin Nicola Marsden bei ihrem Vortrag über Geschlechterrollen und Virtuelle Realität. Foto: Bwcon

Technologischer Fortschritt braucht die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Industrie. Mit der Technologietagung ICE Conference in Stuttgart hat Stuttgart für drei Tage erstmals das hochkarätige Event zum Thema Forschung und Entwicklung beherbergt.

Seit 24 Jahren bringt die IEEE TEMS (Technology & Engineering Society) auf der ganzen Welt ein Netzwerk an Ingenieuren, Wissenschaftlern und Unternehmern zusammen, die sich über die neuesten technologischen Trends austauschen. Stuttgart wurde nach anderen deutschen Städten erstmals ausgewählt, weil hier IT-Trends und Produktionstechnologie zusammenwachsen – und die Region hier weltweit eine Spitzenstellung einnimmt.

Die rund 400 Teilnehmer sind zu 80 Prozent Wissenschaftler und kommen zu zwei Dritteln aus dem Ausland. Themen waren unter dem Titel „Die Zukunft von Technologie,  Ingenieurswesen und Innovation in einer digitalen Gesellschaft“  waren etwa die Industrie 4.0, digitale Gesundheitstechnologien, Künstliche Intelligenz, Blockchain und die Mobilität der Zukunft. Die 180 Präsentationen werden dabei einem Auswahlverfahren unterzogen um den Anspruch zu erfüllen, an der Speerspitze der Entwicklung zu stehen.

ICE Conference in Stuttgart blickt auf Projekte und Fallstudien

Es geht hier auch um konkrete Projekte und Fallstudien. Nach der Konferenz werden die Forschungspapiere digital publiziert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Plattform bietet damit einen Überblick über die neuesten Erkenntnisse aus Forschungsprojekten der ganzen Welt. Im Blick sind ebenfalls die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen der technologischen Trends – sowie neue Wege zur Innovation durch Startups.

Einige  Beispiele aus dem Programm: Das Thema sozialpsychologische Grundlagen der Softwareentwicklung präsentierte etwa die Informatikerin und Sozialpsychologin Nicola Marsden von der Hochschule Heilbronn unter der Fragestellung wie den Geschlechterrollen den Zugang zur Künstlichen Realität prägen. Der Berater und Wirtschaftswissenschaftler Martin Allmendinger aus Stuttgart referierte über Kooperationen zwischen Gründern und etablierten Firmen aus Sicht der beteiligten Startups. Experten aus Norwegen, Frankreich oder Portugal sprachen über digitales Entrepreneurship, nutzerzentrierte, offene Innovation oder einen neuen Blick auf das traditionelle Projektmanagement.

Startups und Technologie – das gehört zusammen

In Workshops geht es um Themen wie die Personalisierung und Innovaton über Branchengrenzen im Medizinbereich, das Vorhersehen und die Reaktion auf technologische Trends oder die Nutzung so genannter digitaler Zwillinge für ausgefeilte Simulationen.

Dass Technologieentwicklung nicht ohne Startups funktioniert, besagt auch eine Sitzung, in der diese ihre Ideen vor Investoren präsentieren konnten. Und bei einer Diskussion zum Thema Mobilität saß ein Vertreter des Lufttaxi-Startups Volocopter auf Augenhöhe mit Repräsentanten von Intel, Toyota und Daimler – der Stuttgarter Konzern hat in die Bruchsaler Gründer bereits investiert.

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