Startups in Deutschland 2017 – die Welt lockt

Startups in Deutschland 2017Startups in Deutschland haben keine Angst vor dem Sprung ins Ausland. Abb: Deutscher Startup Monitor

Europa lockt deutsche  Startups, Baden-Württemberg weniger. Dies hat der Deutsche Startup Monitor ergeben, der  Startups in Deutschland 2017 unter die Lupe nimmt.

82,7 Prozent der vom Bundesverband Deutsche Startups (BVDS) und der Beratungsgesellschaft KPMG befragten, mehr als 1800 befragten Jungunternehmen wollen sich internationalisieren.  Die befragten Unternehmen stellen rund 20 000 Arbeitsplätze. 34,4 Prozent nehmen für ihre Auslandspläne vorrangig die EU-Länder ins Visier. Die Internationalisierung schlägt sich auch in anderen Zahlen nieder: 28,6 Prozent der Startup-Mitarbeiter kommen aus dem Ausland – in Berlin sind es sogar 47,7 Prozent.

Startups im Sinne der Studie dürfen höchstens fünf Jahre alt sein und müssen zur Abgrenzung von anderen Gründungen zusätzlich entweder einen hohen Innovationsgrad aufweisen oder das Potenzial für ein expansives Wachstum aufweisen. Folgerichtig hat die Digitalbranche weiter einen hohen Anteil. 43,3 Prozent sind diesem Bereich im engeren Sinn zuzuordnen.Wenn man noch die 9,1 Prozent aus dem Bereich industrielle Technologie hinzurechnet, die ebenfalls inzwischen immer mehr IT-affin wird die Schlüsselposition dieses Bereiches noch deutlicher.

Gründermagnet bleibt Berlin, Baden-Württemberg schwach

Die größte Magnetwirkung hat weiterhin Berlin: Unter den Gründern, die innerhalb Deutschlands ihren Standort gewechselt haben, sind 26,1 Prozent dorthin gegangen. Nach Baden-Württemberg zog es nur 6,5 Prozent. Das ist lediglich Platz sieben unter den Bundesländern. Davor liegen – in dieser Reihenfolge – auch noch Hamburg, Niedersachsen, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hessen.

Innerhalb der deutschen Startup-Landschaft selbst haben sich im Vergleich zum Vorjahr eher geringe Verschiebungen ergeben. Startups aus Baden-Württemberg haben weiterhin konstant einen Anteil von 12,4 Prozent an den Teilnehmern. Einen größeren Anteil hatte hingegen Bayern (von 12,1 auf 13,4 Prozent) und Niedersachsen (10,7 zu zwölf Prozent).

Startups in Deutschland 2017 – kleine Regionen holen auf

Generell haben in diesem Jahr fast alle kleineren Standorte von Schleswig-Holstein bis zum Saarland zugelegt. Die Region Stuttgart/Karlsruhe ist hingegen in ihrer Bedeutung von 8,9 Prozent auf 6,4 Prozent zurückgegangen. Diese Zahlen sind aber mit einer gewissen Vorsicht zu betrachten: Die Umfrage wird über Gründernetzwerke verbreitet, da es zu Startups keine amtlichen Statistiken gibt. Bei kleineren Regionen erhöht das die Schwankungsanfälligkeit.

In der Studie wirbt Sven Schmidt-Rohr vom Karlsruher Roboter-Programmier-Unternehmen Artiminds-Robotics insbesondere für den Standort Stuttgart/Karlsruhe. Hierher kämen Gründer, denen manche Startup-Sektoren „zu schrill und oberflächlich seien“, schreibt er: „Ja, es ist eigentlich immer noch der gleiche Pfad wie vor 150 Jahren: Vom Startup zum Hidden-Champion-Weltmarktführer.“

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