Smark in Stuttgart: Automatisch nachhaltig

SmarkFrische, regionale Lebensmittel sind das Anliegen von Smark-Gründer Philipp Hoening und seinem Team. Foto: Lichtgut/Kovalenko

Bei Smark im Stuttgarter Westen und am Hauptbahnhof gibt es rund um die Uhr regionale und nachhaltige Produkte zu kaufen.  Mitgründer Philipp Hoening beschreibt, wie alles angefangen hat – und was die Zukunft bringen soll.

Der große Holzpavillon ist kaum zu übersehen: Mitten in der Halle des Stuttgarter Hauptbahnhofs gibt es dort rund um die Uhr frische, nachhaltige und regionale Produkte zu kaufen. Hinter dem Konzept steht das junge Startup Smark, das die Kesselkiste vor knapp drei Jahren ins Leben gerufen hat und seit vergangenem Jahr zusätzlich einen eigenen Laden betreibt – das Kessellädle in Stuttgart-West.

Smark, das sind Philipp Hoening und Maximilian Ittermann, die das Startup frisch aus dem technisch orientierten Studium heraus gegründet haben. Die beiden entwickelten gemeinsam die Automatentechnologie, die bei der Kesselkiste am Bahnhof und im Kessellädle an der Haltestelle Schwab-/Bebelstraße genutzt wird. Zusammen mit Adnan Rebic und Thomas Franz Bauer, die zu dem Startup „StadtLandEi“ gehören, füllen sie das Sortiment in den Smark-Geräten mit regionalen, nachhaltigen und fairen Produkten.

Smark fördert Produkte, die sonst nicht wettbewerbsfähig sind

Der Gedanke hinter dem Startup ist klar: “Wir wollen Produkte fördern, die sonst nicht wettbewerbsfähig sind“, sagen die beiden Gründer. Am wichtigsten für Smark sei die Herkunft der Ware. “Wir sind relativ blauäugig an die Sache herangegangen und haben Bauernhöfe und Metzgereien abgeklappert. Unsere Lieblingsprodukte stammen daher eher von kleineren Erzeugern. Viele davon sind in der Nachbarschaft, also auch um Stuttgart herum. Da es nicht alle Produkte für den täglichen Bedarf in nächster Nähe gibt, beziehen wir auch manches von weiter weg – aber ausschließlich aus Baden-Württemberg und von Bio-Großhändlern aus der Bodensee-Region.“

Bis die von den Gründern entwickelte Technik richtig funktioniert hat, hat es eine Weile gedauert. “Die ersten eineinhalb Monate waren wir tatsächlich selber im Automaten und haben händisch die Produkte ausgegeben. Wir wissen deshalb ziemlich gut, wie sich so ein Automat fühlt“, sagt Philipp und lacht.

“Als wir das Problem mit der Technik gelöst hatten, waren wir relativ überrascht, wie gut das ganze aufgenommen wurde. Das war der Moment, der uns zum Weiterarbeiten ermutigt hatte“, so Philipp.

Die Automatentechnik wird weiterentwickelt

Ein Jahr später wurde das Kessellädle eröffnet. Von Obst, Gemüse und Brotwaren umgeben, steht der zweite Automat jetzt an der Haltestelle Schwab-/Bebelstraße und kann rund um die Uhr besucht werden. Brot bezieht das Unternehmen von Brotfreunde Grau, Obst und Gemüse vom Stuttgarter Früchtle. Beide Läden sind direkt um die Ecke, bieten regionale und frische Produkte.
Regionale Produkte 24/7

Wie sieht die Zukunft von Smark aus? “Wir sind fleißig dabei unser Start-up größer werden zu lassen. Es ist ganz schön viel Arbeit als Lebensmittelhändler dran zu bleiben und gleichzeitig die entsprechende Technik zu entwickeln. Deshalb haben wir uns dafür entschieden, uns vorerst auf die Automaten zu stürzen und diese weiterzuentwickeln und zu duplizieren.“

Mit dem Gedanken Smark deutschlandweit oder sogar darüber hinaus unterzubringen, wird ebenfalls gespielt. “Wir wollen auf jeden Fall den regionalen Gedanken voranbringen. Deshalb planen wir auch Automaten in anderen Städten Deutschlands oder vielleicht sogar in der Schweiz zu platzieren“, so Philipp.

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