IHK-Studie: Wie digital innovativ sind KMUs?

IHK-StudieWie steht es in der Metropolregion Stuttgart mit der Digitalisierung? Abb.: IHK Region Stuttgart

Eine IHK-Studie hat beleuchtet, wie fit Firmen in der Region Stuttgart für die Digitalisierung sind. Im innerdeutschen Vergleich können sie sich durchaus sehen lassen – es gibt aber auch einige Verwundbarkeiten.

Die produzierenden Betriebe rund um Stuttgart sind im Vergleich mit anderen Regionen Deutschlands schon relativ weit, was die Nutzung digitaler Geschäftsmodelle angeht. Dies hat eine Studie des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung im Auftrag der Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart bei Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern ergeben. Besonders innovativ sind Unternehmen im Maschinenbau und der Elektrotechnik.

Hohe Abhängigkeit vom Hauptgeschäftsmodell

Es gibt aber auch Verwundbarkeiten. „Zwei Drittel der untersuchten kleinen und mittleren Unternehmen sind hochgradig von ihrem Hauptgeschäftsmodell abhängig, weil es für mehr als 75 Prozent ihres Umsatzes steht. Hierdurch können selbst kleinere Markteinbrüche große Auswirkungen haben“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Andreas Richter. Laut der Studie sieht sich jeder sechste Befragte mit seinem Hauptgeschäftsmodell bedroht.
Etwa für die Hälfte davon liegt der Grund in digitalen Lösungen von Konkurrenz-Anbietern. „Bei dieser Zahl könnte es sich nur um die ‚Spitze des Eisbergs‘ handeln“, sagt Richter. So manches Unternehmen habe diese Bedrohung noch gar nicht erkannt. Bei jedem fünften unter den 113 in der Region befragten kleinen und mittleren Unternehmen herrscht große Unsicherheit über die Auswirkungen des digitalen Wandels für ihr Hauptgeschäftsmodell. Gut ein Drittel gaben an, dass sie dies derzeit noch gar nicht einschätzen könnten oder noch etwas Zeit zu haben glauben.

Die IHK-Studie sieht große Gegensätze

Die Gegensätze zwischen den Firmen werden zudem größer. „Eine Gruppe von Unternehmen ist sehr innovativ. Diese Betriebe haben häufig eine herausragende Marktposition oder sind Marktführer“, sagt Richter. Hier investiere man in die IT und beteilige sich auch an Forschungsprojekten. Andererseits gibt es laut Studie Unternehmen, die dem digitalen Wandel abwartend gegenüberstehen. Dies gilt insbesondere für kleine Unternehmen. In jedem Fall braucht es laut IHK ein systematisches Innovationsmanagement für das auch externe Berater und Dienstleister mobilisiert werden müssten.
Als negativ wertet die Studie deshalb die Tatsache, dass bei 82 Prozent der Firmen immer noch die Unternehmensleitung selbst für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle zuständig ist. Dies sei eher eine „Notlösung“, heißt es. Wer als erster die Dinge anpacke, können sich nämlich erhebliche Wettbewerbsvorteile verschaffen.  Förderangebote des Landes sollten deshalb auch für organisatorische Maßnahmen und innovative Geschäftsmodelle gelten. Außerdem müsse der Breitbandausbau vorankommen.

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