Startup Hotelshop.one erhält Finanzierung

Hotelshop.oneWas man immer im Hotel spontan braucht oder sieht, soll einfach zu bestellen sein. Foto: Hotelshop.one

Das Startup Hotelshop.one aus Stuttgart hat weiteres Kapital eingesammelt. Nun soll die Plattform, die Hotels den direkten Verkauf von Hotelzubehör, Reisebedarf und regionalen Produkten ermöglicht, außerhalb der Ballungsräume expandieren.

Das Beratungsunternehmen BridgingIT  investiert jetzt in das 2014 gegründete Startup. Die Mannheimer betreiben einen eigenen Startup-Inkubator, der nun der Firma mit ihren bisher sechs Mitarbeitern bei der Weiterentwicklung hilft. Es handelt sich geschätzt um einen deutlich sechstelligen Betrag.

Hotelshop.one ermöglicht es  Hotelgästen  während ihres Aufenthalts, per Smartphone, Tablet oder Laptop  Produkte und Souvenirs zu kaufen. Dies kann das Kissen, die Matratze oder gleich das ganze Bett sein, das man im Hotel kennengelernt hat und kaufen will. Selbst die Designerlampe aus der Lobby kann man liefern lassen – oder auch Produkte aus der jeweiligen Region. Man kann auswählen, ob man die Ware schon direkt im Hotel bekommt oder sie sich nach Hause liefern lässt.

Das Hotel, dessen Gäste während ihres Aufenhalts zum eigenen Internet-Shop gelenkt werden,  hat damit eine neue Einnahmequelle und kann dies auch als Marketinginstrument nutzen. Für den Käufer ist es zu dem die Möglichkeit, an Produkte heranzukommen, die normalerweise gar nicht an Endkunden vetrieben werden.

Das Bett oder die Lampe im Hotel sehen – und  gleich kaufen

Die Idee liege im Trend, sagt Daniel Etti, Geschäftsführer von Hotelshop.one: „Der klassische E-Commerce sucht zunehmend wieder die analoge Welt, um den Kunden die Produkte erlebbar zu machen.“ Von Sehen zum Kaufen sei dann nur ein kurzer Schritt.  Ziel sind jetzt neue Märkte.

Bisher ist man in Deutschland vertreten, bald auch in Österreich. Die Produkte können dann aber in der ganzen EU versandt werden. Hotelshop.one hat bisher  Verträge mit Einzelhotels und auch schon mehreren Hotelketten, die das Konzept aber bisher nur an ausgewählten Standorten nutzen. Zurzeit ist man vor allem in Städten vertreten. Bisher gibt es eine zweistellige Zahl von Partnerhotels. Die meisten gibt es in Hamburg und Berlin. Nun nimmt man auch Urlaubsregionen in den Blick.

Außerdem soll ein größeres Sortiment aufgenommen und mit dem frischen Kapital die Plattform technisch weiterentwickelt werden. Ein Kooperationspartner ist hier das ebenfalls Stuttgarter Startup Code2Order. Die Hotels können nach dem Baukastensystem das Design ihres Online-Shops selbst bestimmen. Hotelshop.one taucht nur im Hintergrund als Dienstleister auf, der seinerseits in Kooperation mit einer Partnerfirma dann die Logistik  und den Versand organisiert.

Hotelshop.one hat das Konzept schon mehrfach angepasst

Die drei Gründerpersönlichkeiten, die in den inzwischen wieder geschlossenen Accelerate Spaces in Stuttgart unter dem Namen Padaja erste Schritte gemacht haben, waren laut Klaus Baumgärtner, Mitgründer und Geschäftsführer der BridgingIT, ein entscheidender Faktor für den Einstieg: „Für ein Investment in einer frühen Phase ist vor allem ein engagiertes, kreatives Team entscheidend. “

Sie hätten in den vier Jahren seit dem Start ihre Idee immer wieder angepasst. Erst habe man mit einem reinen Onlinehandel beginnen wollen, dann hatte man die Idee mit der Zielgruppe Geschäftsreisende in Hotels eigene Verkaufsterminals aufzustellen – und nun sei das Konzept zur heutigen Vermarktungsplattform in Partnerschaft mit den Hotels gereift.   

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