W&W brandpoolDas Team der W&W brandpool GmbH bündelt digitale Aktivitäten der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe. Foto: W&W

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) hat ihre Digital-Aktivitäten in einem zusätzlichen, dritten Geschäftsfeld gebündelt, der W&W brandpool GmbH. Damit setzt sie ihren Aufbruch zur Forcierung der Kundenkontakte fort.

Die Digitalisierung hat die Finanzdienstleister voll erreicht. Laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom betritt in Deutschland bereits jeder dritte Nutzer von Online-Banking keine Bankfiliale mehr. Einblicke in das eigene Girokonto, Verfügungen über Wertpapierdepots oder Tagesgelder – all das wird insbesondere von jungen, online-affinen Menschen vielfach nur über digitale Zugänge vorgenommen. Dennoch ist persönliche Beratung nach wie vor gefragt – sei es im Chat mit einem Fachmann oder weiterhin persönlich nach einer Vorab-Recherche im Internet.

Der Kunde entscheidet heute weitgehend allein, wie er den Kontakt zu einem Unternehmen wahrnehmen will – auf welchem Weg und zu welcher Tageszeit auch immer, wochentags oder am Wochenende. Wer als Finanzdienstleister nicht ins Hintertreffen geraten will, hat angesichts des epochalen Wandels in den Kundenansprüchen hierauf zu reagieren und die gewünschten Zugangswege und Informationen bereitzustellen.

Die W&W-Gruppe hat darauf frühzeitig reagiert – und setzt mit der brandpool GmbH einen weiteren Meilenstein. Geschäftsfeldleiter und Vorsitzender der Geschäftsführung der neuen Gesellschaft ist Daniel Welzer (44), zuvor Vorsitzender der Geschäftsführung von Arvato CRM Solutions Deutschland. Welzer verstärkt gleichzeitig das oberste Steuerungsgremium der Finanzdienstleistungsgruppe W&W, das Management Board.

W&W brandpool soll digitale Geschäftsmodelle bündeln

Die W&W brandpool hat mehrere Aufgaben: Zunächst geht es darum, ausgewählte digitale Geschäftsmodelle in der W&W-Gruppe zu bündeln, um deren Ziele hinsichtlich des Kundenwachstums und der Digitalisierung zu unterstützen. Brandpool-Marken sind aktuell: Adam Riese, treefin/FinanzGuide, NIST sowie das Start-up Keleya, an dem eine Beteiligung gehalten wird. Alle Einheiten haben einen direkten Endkundenkontakt.

So ging etwa die Digitalmarke Adam Riese im Oktober 2017 online und steht für einfache Versicherungsprodukte von hoher Qualität, konsequent bepreist nach Bedarf und Risiko. Sie richtet sich an Kunden, die Preise und Produkte über Makler oder selbst online vergleichen wollen. Der Vertrieb erfolgt über mehrere Kanäle, etwa Maklerpools, Verivox oder das Online-Portal www.adam-riese.de. Seit Ende Oktober 2017 ist Adam Riese mit einer Privathaftpflichtversicherung und seit März 2018 mit einer Rechtschutzversicherung am Markt. Das Produktportfolio soll weiter ausgebaut werden, zum Beispiel um eine Hausratversicherung und eine Betriebshaftpflichtversicherung für Gewerbetreibende mit kleineren Unternehmen.

Beispiele für erfolgreiche W&W-Startups

Wie Adam Riese, hat auch die mittlerweile zu 100 Prozent zur W&W gehörende treefin GmbH aus München (www.treefin.de) einen guten Start hingelegt. Das Unternehmen hat die App „FinanzGuide“ hervorgebracht. Dieser intelligente Finanzassistent unterstützt Kunden per Smartphone, Tablet oder Desktop dabei, ihr Versicherungs-, Bauspar- und Bank-Portfolio zu überblicken, zu verwalten und zu optimieren. Nicht nur die Angebote der W&W-Gruppe, auch Produkte anderer Anbieter können dabei in den Prozess integriert werden.

Mit Schwung in den Markt gestartet ist im April 2018 auch die NIST GmbH, hinter der ein 20-köpfiges Team in Berlin steht. Deren webbasierter Finanzierungsassistent begleitet seine Nutzer in einfachen Schritten vom Beginn der Immobiliensuche bis zur Finanzierung des gefundenen Objekts. Er richtet sich insbesondere an eine Zielgruppe, die heute oftmals keine Hausbank mehr besitzt und viele ihrer Finanzgeschäfte via Internet erledigen möchte. Nutzer können sich unter www.nist.de per Video- und Screen-Sharing modern und kompetent zum Immobilienkauf beraten lassen.

Einen wesentlichen Vorteil beim Wettbewerb um eine Immobilie bietet das Finanzierungszertifikat von NIST: Mit ihm kann der Immobilieninteressent bereits bei der ersten Besichtigung eines Hauses oder einer Wohnung Interesse bekunden und zeitgleich die erforderliche Bonität nachweisen. Die W&W plant, die Plattform NIST in absehbarer Zeit um Erweiterungen beim Finanzierungszertifikat und weitere Funktionalitäten auszubauen.

Schließlich ist noch „Keleya“ zu nennen, eine Coaching-App für die Schwangerschaft. Über den digitalen Gesundheits-Coach erhalten werdende Mütter unter www.keleya.de Ernährungspläne und Tipps fürs körperliche Wohlbefinden sowie individuelle Yoga- und Pilates-Workouts. Anhand der persönlichen Einstellungen, der individuellen Ziele und auch durch die Rückmeldungen der Nutzerinnen passt sich das Programm kontinuierlich an.

Der persönliche Kundenkontakt bleibt wichtig

Letztlich unterstützen und erweitern alle digitalen Aktivitäten der W&W brandpool die Forcierung des Wachstumskurses, den die Gruppe insgesamt verfolgt. Sie sind ein Beitrag zu vielfältigeren Kundenschnittstellen, mehr Agilität, Schnelligkeit und kundenorientierten Lösungen.

Neben ihrem Engagement im Bereich Digitalisierung wird die W&W aber auch in Zukunft mit dem gleichen Engagement Kunden betreuen, für die der persönliche Kontakt zu ihrem Berater nach wie vor Priorität hat. Denn diesen Typus wird es auch künftig geben: Zwar verändern sich ihr Verhalten und ihre Anforderungen über die Zeit, aber diese Kunden werden ihre Geld- und Vorsorgegeschäfte niemals ausschließlich online abwickeln. Private Vorsorge in ihrer ganzen Komplexität ist und bleibt für viele ein „people´s business“.

Auch die traditionellen Geschäftsfelder von Wüstenrot (Bausparen, Baufinanzierungen und Immobilien) sowie Württembergische (Personen-, Sach- und Krankenversicherung) wird die W&W-Gruppe daher weiter stärken. Denn ob analog oder digital: Schlussendlich wird es immer darum gehen, was Kunden konkret nützt und wie deren Wünsche oder Erwartungen bestmöglich erfüllt werden können.

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