Startups à la Stuttgart

Stuttgart

Wenn das Berliner Portal Deutsche Startups zur Abwechslung einmal einen ausführlichen Blick auf die Gründerszene in Stuttgart wirft, dann sind wenig überraschend nicht nur die landestypischen, soliden  B2B-Projekte im Visier.

„Spannende Digitale Gründerszene“, so adelt das Portal den Stuttgarter Startup-Beritt gleich in den ersten Sätzen. Und wie es sich für ein Portal aus Berlin gehört, fällt der Blick weniger auf das eher langweilige Business-to-Business-Geschäft, sondern auf ein paar Gründungen mit Hip-Faktor. So ist das eben bei Listicles, die weniger Wirtschaftswissenschaft sind, sondern auch ein zu Klicks provozierendes Sammelsurium sein dürfen. Diejenigen, die es auf die Liste geschafft haben, dürfte es dennoch freuen. Ein bisschen Klischee muss allerdings sein. So ist die Stadt Stuttgart selbst natürlich aus Berliner Perspektive „optisch nicht gerade ein Schmuckstück“. (Was das beigestellte Foto des Schlossplatzes irgendwie konterkariert.)
Und in die  Gruppe der Top 20 hat sich absolut zwingend der Designmaultaschenversand Stuggi geschlichen – der übrigens bis zum 4.1. aus Frischegründen gerade eine Versandpause einlegt. Dass unter den hervorgehobenen Startups gleich zwei Portale für die Autowäsche sind, passt ebenfalls zum  vorgeprägten Bild von den autobesessenen, sauberen und gleichzeitig etwas geizigen Schwaben.  Waschpakete.de bietet Premium-Autowäsche zum Billigpreis für blitzblank-spießige Daimler und Porsche. MyCleaner schickt seine Reinigungstrupps zum Wienern und Polieren direkt zu den Kunden.

Für den Kenner der  Szene in Stuttgart vertraute Namen

Ein paar nicht mehr ganz so grasgrüne Frischlinge sind dabei: Die Regiohelden kann man schon als etabliert bezeichnen, zumal das regionale Marketing-Startup im Sommer diesen Jahres vom Außenwerber Ströer übernommen wurde. Einige jeweilige Förderer freuen sich schon mal mit. So zeigte sich Alexandra Rudl, bei Bwcon für den neuen IoT-Startup-Beschleuniger Arena 42 mitverantwortlich, per Tweet beispielsweise erfreut darüber, dass  das von ihr mitbeförderte Unternehmen Dimago es auf die Liste schaffte, das mithilfe eines Armbandes Körpersignale von psychisch erkrankten Patienten erfasst. Mark Egert vom Bundesverband Deutsche Startups „zwitscherte“ positiv gestimmt über das Shortlist-Mitglied Earlybird Coffee, das gleich die ganze Nation mit Kaffee von „glücklichen Bohnen“ versorgen will.
Für den Kenner der lokalen Verhältnisse sind die Namen vertraut, aber eine echte News ist es wohl  zumindest in Berlin, dass in der baden-württembergischen Metropole absolut kreative Ansätze gedeihen. Die Liste von  Abiturma, das fürs Mathe-Abi drillt, über Mawendo, das Therapiepläne für Physiotherapeuten  individualisieren hilft und das Second-Hand-Portal Mädchenflohmarkt bis zu Spotgun, das Werbeunterbrechungen spielerisch überbrücken hilft, spricht in der Tat für die Ideen der lokalen Szene.

Noch mehr Innovationen...

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