Startup BW Innovation Fonds neu aufgelegt

Startup BW Innovation FondsOhne Kapital ist für Startups Sand im Getriebe. Foto: Pixabay/Geralt/CC0

Das Land will Unternehmensgründungen in Baden-Württemberg ankurbeln. Deshalb soll der von ihm lancierte Risikokapitaltopf Startup BW Innovation Fonds neu aufgelegt werden.

Für den Startup BW Innovation Fonds ist ein Volumen zwischen 30 und 50 Millionen Euro anvisiert. Das Land beteiligt sich mit zehn Millionen Euro. Der alte Fonds sei an einem Punkt, an dem er „ausfinanziert“ sei, sagte Dirk Buddensiek, Geschäftsführer der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg (MBG).

Startup BW Innovation Fonds soll sich auch auf KI fokussieren

Das Schwesterunternehmen der Bürgschaftsbank versorgt Firmen über Beteiligungen direkt mit Kapital. Im vergangenen Jahr war sie an 105 Vorhaben mit 31,7 Millionen Euro beteiligt, im Risikokapitalbereich waren es 46 Beteiligungen mit einem Wert von 6,4 Millionen Euro.

Mit dem VC Fonds Baden-Württemberg, bei dem die MBG Verwalter und Parallelinvestor ist, wurden in den vergangenen Jahren insgesamt neun Gründer auf dem Weg in die Selbstständigkeit begleitet. Mit dem neuen Fonds sollen baden-württembergische Startups aus den Branchen Informations- und  Kommunikationstechnologie, digitale Transformation sowie Gesundheitswesen und Medizintechnik gelockt werden.

„Wir brauchen mehr Künstliche Intelligenz made in Baden-Württemberg“, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). Die Potenziale – auch für neue Ideen – würden vor allem im Business-to-Business-Bereich (B2B) noch nicht ausreichend genutzt, sagte Hoffmeister-Kraut. Die MBG wird sich beim neuen Fonds wieder als Parallelinvestor einbringen. „Wir sind vom Erfolg der Investitionsstrategie und der baden-württembergischen Startups überzeugt“, sagte Buddensiek.

Im vergangenen Jahr weniger Unternehmen gefördert

Die Bürgschaftsbank – die für Gründer, Nachfolger und investitionsbereite kleine und mittlere Unternehmen bürgt, die Kredite aufnehmen wollen – hat im vergangenen Jahr weniger Unternehmen gefördert. Das Kredit- und Beteiligungsvolumen schrumpfte 2018 gegenüber dem Vorjahr um neun Prozent auf rund 506 Millionen Euro. Die Bürgschaftsbank unterstützte insgesamt 1973 Projekte. Viele Betriebe hätten sich in den vergangenen Jahren wegen der anhaltend niedrigen Zinsen und der guten Konjunktur ein Eigenkapitalpolster aufgebaut und könnten nun Projekte selbst finanzieren, sagte Bürgschaftsbank-Vorstand Guy Selbherr.

Dass die Unternehmensnachfolgen im Jahr 2018 leicht zurück gegangen sind, lag laut Selbherr vor allem daran, dass potenzielle  Nachfolger und Gründer von der Industrie mit sicheren Jobs gelockt werden. „Insbesondere kleinere Unternehmen klagen darüber, dass sie keinen geeigneten Nachfolger finden“, sagte Guy Selbherr.

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