Noch Luft: Gründerinnen in Baden-Württemberg

The Female Company; Gründerinnen in Baden-WürttembergFrauen für Frauen: Der Namen "Female Company" von Ann-Sophie Claus (r.) und Sinja Stadelmaier ist Programm. Foto: Female Company

Gründerinnen in Baden-Württemberg sind etwas zahlreicher als im Bundesdurchschnitt. Die Zahl rein weiblicher Startups ist aber noch ausbaufähig.

Baden-Württemberg ist zusammen mit Niedersachsen das deutsche Flächenland mit den meisten durchweg weiblich besetzten Startups. Das geht aus dem Female Founders Monitor 2018 hervor, einem vom Bundesverband Deutscher Startups herausgegebenes Zahlwerk. Die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut  (CDU) sieht in dem Spitzenplatz für den Südwesten eine Bestätigung der Strategie des Landes. „Das ist ein deutlicher Beleg dafür, dass die Gründerinnenförderung durch unsere Startup BW Landeskampagne neue Akzente erfährt“, sagt die Ministerin. Auf dem ersten Platz des Gründerinnenrankings findet sich der Stadtstaat Berlin. In der Bundeshauptstadt haben 18,6 Prozent der Startups ihren Sitz, die bundesweit von rein weiblichen Teams gegründet wurden. Der Anteil der Gründerinnen in in Baden-Württemberg beträgt ebenso wie der in Niedersachsen 16,6 Prozent – was zu Rang zwei reicht. „Gründerinnen und Unternehmerinnen leisten einen wesentlichen Beitrag für die Gründungslandschaft und den Erfolg einer zukunftsorientierten Standortpolitik“, sagt Hoffmeister-Kraut.

Gründerinnen in Baden-Württemberg – politisch gewollt

Allerdings bleibt bei den Unternehmensgründungen für Frauen noch reichlich Luft nach oben. Der Deutsche Startup Monitor (DSM), der ebenfalls vom Bundesverband Deutscher Startups publiziert wird, zeigt in den zurückliegenden Jahren einen überschaubaren Anteil der weiblichen Gründungen an der Gesamtheit der Startups.

Im Jahr 2013 betrugt die Quote 12,8 Prozent. Dieser Wert verbesserte sich bis zum Jahr 2018 auf 15,1 Prozent. Es bleibe festzuhalten „dass Frauen im deutschen Startup-Ökosystem weiterhin deutlich unterrepräsentiert sind und weitere Maßnahmen getroffen werden sollten, um Frauen zum Gründen zu bewegen“, heißt es im DSM. Fast Dreiviertel der von Frauen gegründeten Unternehmen sind höchstens drei Jahre alt. Bei männlichen Startups liegt dieser Wert bei 64,2 Prozent. „Eine mögliche Erklärung ist, dass Frauen das Gründen erst in den letzten Jahren vermehrt für sich entdeckt haben und somit ihre Unternehmen noch nicht so lange am Markt platziert sind“, heißt es dazu im Female Founders Monitor.

Frauen gründen bevorzugt im Alleingang

Der DSM weißt auf einen signifikanten Unterschied im Gründerverhalten von Frauen und Männern hin: „Während Frauen in 36,3 Prozent der Fälle alleine gründen, starten Männer ihr Unternehmen fast in 80 Prozent der Fälle im Team.“ Und das gilt auch für Gründerinnen in Baden-Württemberg.

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