MyFoodMap führt zum gesunden Essen

MyFoodMapSo zeigt sich MyFoodMap auf Facebook als Wegweiser. Screenshot: MyFoodMap

Welches Café bietet Cappuccino mit laktosefreier Milch an? In welcher Bäckerei kann man glutenarmes Brot kaufen? Das Stuttgarter Startup MyFoodMap will seinen Nutzern die gezielte Suche nach verträglichen Lebensmitteln erleichtern.

„Einen Cappuccino mit Hafermilch, bitte!“ Wenn Paula Schmelzer ihr Lieblingscafé besucht, bestellt sie sich gerne das Heißgetränk mit der Alternative zur Kuhmilch. Die Stuttgarterin ist zwar selbst nicht von einer Laktoseintoleranz betroffen – hat dafür aber Menschen, die Milch und andere Lebensmittel nicht vertragen oder darauf verzichten wollen im Blick. Denn Paula Schmelzer ist Teil des Startups MyFoodMap mit Sitz am Berliner Platz, das sich dem Thema Ernährung ohne Laktose, Fruktose oder Gluten verschrieben hat.
Nach Schätzungen von Experten leiden mehr als 20 Millionen Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz an einer Unverträglichkeit gegenüber Bestandteilen wie Milchzucker, Fruchtzucker oder Weizenkleber – das Geschäft mit verträglichen Lebensmitteln boomt. Und hier setzt „MyFoodMap“ an: „Wir wollen für mehr Transparenz im Lebensmittelmarkt sorgen, um damit Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten den Alltag zu erleichtern“, sagt Paula Schmelzer, die zusammen mit Daniel Dilger die Geschäfte des Startups führt. Zum Team gehören außerdem die Entwickler Michael Matheis und Adam Grahovac.

Das Startup hat Erfahrung mit Apps

Die vier Jungunternehmer betreiben seit der Gründung 2015 eine Internetplattform und haben mehrere kostenlose Apps auf den Markt gebracht: Eine der Anwendungen trägt den Namen „Laktosefreier Kaffee Finder“. Mit dieser kann man sich – wie der Name schon andeutet – Cafés in seiner Umgebung anzeigen lassen kann, die auch Cappuccino oder Latte Macchiato mit laktosefreier Milch (oder Alternativen wie Sojamilch) anbieten. Mehr als 3000 Cafés mit ensprechenden Angeboten sind bereits in der App gelistet – sowohl bekannte Ketten wie auch kleine, inhabergeführte Cafés.
„Da die Nutzer selbst ihre Lieblingscafés eintragen können, steigt die Anzahl der Einträge täglich“, sagt Paula Schmelzer. Es werde jedoch kontrolliert, ob die Angaben auch stimmen, so die Jungunternehmerin. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert auch der „Glutenfreie Restaurant Finder“, der wie die anderen Apps, die unter dem Dach von „MyFoodMap“ gelauncht wurden, für iOS und Android erhätlich ist. Hier kann man sich Restaurants, Cafés oder Bäckereien anzeigen lassen, die glutenfreie oder zumindest glutenarme Speisen auf der Karte stehen haben.‘
Darüber hinaus betreiben die vier Gründer die Plattform „MyFoodMap“, auf der sich Nutzer über Hersteller, deren Produkte und wo es diese zu kaufen gibt informieren können. Auch hier setzt das Startup auf die Mithilfe der Community: Registrierte User können die verarbeiteten und unverarbeiteten Produkte mit Sternen bewerten. „Ein Produkt, welches mit fünf Sternen bewertet wurde, gilt als sehr gut verträglich“, erklärt Paula Schmelzer. Ein Lebensmittel, das nur einen Stern erhalten habe, sei bei der ausgewählten Intoleranz sehr schlecht verträglich.

MyFoodMap braucht die  Nutzer

Für den Erfolg von „MyFoodMap“ sind die Erfahrungen der Nutzer von großer Bedeutung: „Oftmals stehen keine Verträglichkeitsinformationen im Bezug auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten auf der Verpackung eines Produktes“, sagt Paula Schmelzer. Zudem könnten Lebensmittel – obwohl sie Laktose oder andere unverträgliche Bestandteile enthalten – trotzdem verträglich sein. Ein Beispiel hierfür sei Butter. „Die Menge macht’s.“
Derzeit sind nach Angaben des Startups die Informationen von 80 Prozent der in Deutschland erhältlichen Bio- und Reformhausprodukte auf der Plattform zu finden – eine riesige Menge an Daten, die Paula Schmelzer als „unseren Schatz“ bezeichnet. Die vier Gründer wollen dieses Potenzial noch weiter ausschöpfen und weitere Daten auf ihrer Plattform sammeln. Mit Unternehmen wie Alnatura oder Promavel konnten bereits große Bio-Lebensmittelhersteller als Partner mit ins Boot holen.

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