Mokey bringt mehr Ordnung ins Schlüssel-Chaos

MokeyMokey (l.) verspricht für Schlüssel Ordnung wie beim Taschenmesser; Foto: Ines Rudel

Mit seinem Mokey will der 26-jährige Weilheimer Gründer Moritz Mack etwas mehr Ordnung und Übersichtlichkeit in den Schlüsselbund bringen. Zur Produktion kooperiert der gelernte Werkzeugmacher   mit Behindertenwerkstätten der Region.

Er zwickt und  ist nicht gerade chic. Doch gegen den Schlüsselbund, der in der Tasche als wilder Metallknäuel die Hose ausbeult, kann  etwas unternommen werden. Denn der Mokey, ein Aluminiumsystem, sorgt in der Hosentasche  für Ordnung. Erfunden hat ihn der Jungunternehmer Moritz Mack aus Weilheim.
Inspiriert wurde der 26-Jährige  vom Prinzip des Taschenmessers. Der gelernte Werkzeugmacher setzte sich hin und konstruierte am Computer den Mokey, den er Anfangs noch mit Freunden selbst zusammenschraubte und verschickte. Doch die steigenden Stückzahlen konnten bald nicht mehr in Eigenleistung hergestellt werden. Mack ließ sein Produkt deshalb wenige Wochen nach dem Verkaufsstart in den Werkstätten Esslingen-Nürtingen (WEK) herstellen. Aufmerksam wurde er auf die Werkstatt, die Menschen mit Behinderungen beschäftigt, durch eine Bekannte. Seitdem werden an den Tischen der WEK in Kirchheim Mokeys zusammengeschraubt.
Neben der Ordnung von Schlüsseln können in den Mokey auch kleine Alltagshilfen eingebaut werden. Derzeit werden USB-Speichersticks, ein Chip für den Einkaufswagen, ein Flaschenöffner und ein Kamm angeboten. Demnächst soll der Mokey auch mit Schraubenziehern und einem Gurtcutter zur Durchtrennung des Anschnallgurtes nach einem Autounfall angeboten werden. Das System ist flexibel.
Momentan gibt es den Mokey in zehn verschiedenen Farben und einer Karbonausführung zum Preis von rund 27 Euro. Der Großteil der Kundschaft stamme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, sagt Mack. Es habe aber auch schon Bestellungen nach Mexiko und Brasilien gegeben.

Mokey setzt beim Vertrieb auf das Internet

Beim Marketing und dem Vertrieb setzt Mack vor allem auf das Internet. Über die  Homepage www.mokey.de und Online-Kaufhäuser verkauft Mack sein Produkt. Außerdem sponsere er Outdoor-Sportler wie den Freestyle-Skifahrer Matthias Lehle, die Wingsuiterin Amelie Stiefvatter oder den Kirchheimer Triathleten Gunter Stecher. Die Strategie scheint aufzugehen. Bis heute hat der Jungunternehmer   rund 18000 Mokeys verkauft.
„Ich musste viel herum probieren“, erinnert er sich. Nicht alles habe gleich funktioniert. Mit der Vermarktung auf einer bekannten Social Media Plattform war er beispielsweise nicht zufrieden. Beim Marketing sei er bisher vor allem mit Produktempfehlungen in Blogs sowie der Vorstellung des Mokeys auf YouTube erfolgreich gewesen. Er sieht sein Produkt als „junges Lifestyle-Gadget“, wie er sagt. Entsprechend könne der Mokey über die genannten Kanäle genau bei der Zielgruppe beworben werden. Bei YouTube gebe es junge Menschen, die regelmäßig neue Produkte vorstellten und dadurch bereits eine Vielzahl an Zuschauern hätten. Werde der Mokey von einem jener sogenannten YouTuber vorgestellt, merke er dies direkt an den Bestellzahlen, berichtet Mack.

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