Minol investiert in Schweizer IoT-Startup

Minol; TrackNetTrackNet wirbt mit dem Potenzial für Energieeinsparungen. Screenshot: TrackNet

Diese Woche vergeht kein Tag ohne eine weitere angekündigte Startup-Beteiligung einer etablierten Firma im Land: Der Messspezialist Minol-Zenner aus Leinfelden-Echterdingen steigt jetzt bei dem IoT-Experten TrackNet aus der Schweiz ein.

Der Mess- und Energiedienstleister will mit der Zusammenarbeit sich neue Möglichkeiten zur Fernauslesung von Zählern erschließen. Ziel der Kooperation sei es unter anderem einheitliche Übertragungsstandards und flächendeckende Netze auszubauen, heißt es in der Mitteilung. Die Minol-Zenner-Gruppe will mit der Fernauslesung schneller werden, sowie Kosten und Energie sparen.
„Gerade mit Hinblick auf transparente und zeitnahe Verbrauchsinformationen bietet das ‚Internet der Dinge‘ für die Wohnungs- und Versorgungswirtschaft ein großes Potenzial“, sagt der Geschäftsführer Alexander Lehmann. Neben Minol-Zenner, beteiligt sich auch Gemtek, ein führender taiwanesischen Anbieter für drahtlose Breitbandlösungen an dem Schweizer Unternehmen. Beide Firmen investieren insgesamt 7 Millionen US-Dollar in TrackNet. Das erst im vergangenen Jahr gegründete Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Rapperswil-Jona im Kanton Sankt Gallen am Zürichsee. Es gibt aber auch bereits eine Niederlassung in Kalifornien.

TrackNet arbeitet mit einem offenen IoT-Standard

Die Schweizer benutzen das so genannte „Long Range Wide Area Network“ („Weitstreckennetz für große Gebiete“). Dies ist ein internationaler,  offener Übertragungsstandard für die drahtlose Kommunikation von batteriebetriebenen Objekten. Dazu kommt ein drahtloses Telekommunikationsnetz, das sich durch eine große Reichweite und einen besonders geringen Energieverbrauch auszeichnet. TrackNet bietet hier neben Sensoren auch  Cloud-Lösungen und die dazugehörigen Anwendungen an.
Minol-Zenner wird die  passenden Mess- und Endgeräte entwickeln, die dann über ein Funkmodul in des „Internet der Dinge“ eingebunden werden. „Dank der Kooperation können wir Geräte, Fernauslesetechnik, Datenmanagement, Software und sämtliche Dienstleistungen aus einer Hand bieten“, sagt Minol-Geschäftsführer Lehmann.

Minol-Zenner nutzt eine ausbaufähige Technologie

Für die Fernauslesung von Verbrauchszählern sowie Mess- und Endgeräten ist ein stationäres Funknetzwerk notwendig, in dem Zählerdaten an Internet-Gateways gesendet und dann online übertragen werden. Gegenüber herkömmlichen Festnetz-Systemen hat das Netzwerk den Vorteil, dass es eine wesentlich höhere Reichweite hat und besonders wenig Energie benötigt. Verbrauchszähler können so jahrelang mit der Energie einer handelsüblichen Batterie auskommen und dank der hohen Leistungsfähigkeit des Netzwerks öfter, schneller und kostensparender ausgelesen werden.
In den offenen Standard können ohne weiteren Aufwand auch andere intelligente Endgeräte eingebunden werden. Der Übertragungsstandard passt damit zu den typischen Anforderungen der Wohnungswirtschaft, von Stadtwerken und Energieversorgern.

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