Manz macht Adidas Beine

ManzSo illustriert Adidas symbolisch seine neue, hochflexible Fabrik; Foto: Adidas

Die Individualisierung von Produkten ist eine der neuen Möglichkeiten der so genannten Industrie 4.0. Mit der Ausstattung sogenannter Speedfactories  für den Sportschuhhersteller Adidas zeigt Manz, wie ein Reutlinger Maschinenbauer vom Trend profitiert.

Der  Maschinenbauer Manz, der im Herbst vergangenen Jahres mit dem Herzogenauracher Sportartikelhersteller Adidas einen Kooperationsvertrag zum Aufbau sogenannter Speedfactories geschlossen hat, kann sich über den ersten Großauftrag freuen. Diese neuartigen Produktionsanlagen erlauben es, die Fertigung jederzeit  schnell und flexibel zu verändern, ohne die Anlagen dafür zu stoppen oder aufwendig neu einstellen zu müssen. Bei den Anlagen für Adidas geht es um neue Fertigungsmethoden für komplett den Kundenwünschen angepasste Laufschuhe, die deshalb je nach Nachfrage flexibel und reaktionsschnell in den vielfältigsten Varianten hergestellt werden müssen. .
Noch dieses Jahr werden die Manz-Maschinen in der Speedfactory von Adidas in Ansbach rund 500 Paar Laufschuhe als Prototypen produzieren. Die Oechsler AG testet als Betreiber der Speedfactory im Rahmen eines Pilotprojekts auf rund 300 Quadratmetern die neue Fertigungsprozesse für die individualisierten Laufschuhe.

Manz betreibt mit den Anlagen Pionierarbeit

Bereits im kommenden Jahr soll dann die Serienfertigung auf rund 4600 Quadratmetern Produktionsfläche beginnen. Dann werden an die 500 000 Paar Schuhe in Deutschland hergestellt werden, teilte die Manz AG mit. Der Auftrag werde sich bereits in diesem Geschäftsjahr auf Umsatz und Ertrag auswirken. Eine zweite Speedfactory ist für 2017 in den USA geplant, weltweit sollen weitere Länder schrittweise bis 2020 folgen.
„Die Fertigung im Markt bei gleichzeitiger Flexibilisierung der Produktion ist wahre Pionierarbeit“, sagte Dieter Manz, Vorstandschef und Gründer der Manz AG. „Indem Funktion und Desgin des Schuhs flexibel und kundenspezifisch variiert werden können, ermöglichen wir vollkommen neue und innovative Geschäftsmodelle.“ Die durchgehende Digitalisierung des Prozesses sei gelebte Industrie 4.0. Manz arbeitet bereits seit fünf Jahren mit Unternehmen der Sportartikelbranche an der Entwicklung dieser innovativen automatisierten Fertigungstechnologie für Sportartikel. In dieser Branche werden trotz Massenfertigung die Kundenwünsche immer individueller und sie ist deshalb als Experimentierfeld für die neue Technologie prädestiniert.  Jetzt ist sie nach Angaben des Maschinenbauers serienreif.

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