VC-Landesfonds LEA Venturepartner legt los

LEA VenturepartnerSauber aufgeräumt: So präsentiert Sevenit seine Software. Foro: Sevenit

Der im Juli präsentierte, neue Wagniskapitalfonds des Landes (LEA Venturepartner) hat sein erstes Investment verkündet. Er steigt beim Offenburger Startup Sevenit ein, das eine Bürosoftware speziell für Freelancer und kleine Unternehmen anbietet.

Sevenit zählt zu den Finalisten des Cyber Champions Award 2017, dem IT- und Hightech Wettbewerb der Technologieregion Karlsruhe. Das 2013 gegründete Unternehmen erhält in dieser Runde 3,1 Millionen Euro. Sevenit bietet so genannte cloudbasierte SaaS-Lösungen (Software as a Service) fürs Büro an. Speziell Freiberufler und kleine Unternehmen sollen so ihre Büroarbeit rationalisieren können.

Dazu dient etwa eine grafische Benutzeroberfläche für intuitives Arbeiten sowie die Einbindung von Künstlicher Intelligenz. Sevenit beschäftigt inzwischen 40 Mitarbeiter und man wächst nach eigenen Angaben monatlich um mehr als zehn Prozent. Das  Unternehmen hat heute mehr als  65000 Kunden in über 15 Ländern. Bisher war das Startup aus eigener Kraft gewachsen.

Sevenit will außerhalb Deutschlands expandieren

Man wolle mit seinem Produkt Sevdesk außerhalb Deutschlands noch weiter expandieren, sagt Fabian Silberer, der Geschäftsführer von Sevenit. In Großbritannien, Frankreich und Italien ist man in diesem Jahr neu an den Start gegangen. „Ein weiterer Teil der Finanzierung fließt in die Optimierung der Künstlichen Intelligenz und des Machine-Learnings, die es schon jetzt ermöglichen, eingescannte Belege automatisch zu verbuchen,“ sagt Silberer.

Der von der Landesregierung und der L-Bank initiierte LEA Venturepartner Fonds, der auch mit externen Kapitalgebern kooperiert,  hat Anfang Juli die die Hälfte des Zielvolumens von 50 Millionen Euro erreicht. Ziel des von LEA Partners gemanagten Venturepartner Fonds ist die Finanzierung von  technologiestarke Unternehmen mit Wachstumspotenzial in den Bereichen IT, Internet, Industrie 4.0 und Digitalisierung, Investiert wird relativ früh in der Unternehmensentwicklung, der so genannten Seed-Phase und in der ersten größeren Finanzierungsrunde (Series A).

Zu den Finanziers in der aktuellen Runde gehören neben  LEA Venturepartner auch die Basler Investmentholding  Wecken & Cie und der durch die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg (MBG) gemanagte ältere Venture Capital Fonds des Landes, der VC Fonds BW, sowie die MBG selbst.

LEA Venturepartner wird durch privates Kapital ergänzt

Die eingesetzten öffentlichen Mittel werden nach Angaben der L-Bank zweifach gehebelt. Zum einen durch die Beteiligung der privaten Geldgeber am Fonds LEA Venturepartner, bei dem die L-Bank als Ankerinvestor agiert. Zusätzlich wird  privates Wagniskapital mobilisiert und werden verschiedene Finanzierungsinstrumente des Landes gebündelt.  „Der neue Venture-Capital-Fonds dient dabei auch als Scharnier zwischen den Finanzierungssegmenten – er soll auf lange Sicht wachstumsstarke Unternehmen an den bereits im Frühjahr 2016 aufgelegten Mittelstandsfonds LEA Mittelstandspartner heranführen,“ sagt L-Bank Chef Axel Nawrath.

Sevenit  hat bereits eine andere Förderfinanzierungen genutzt. Im Rahmen der so genannten  Startfinanzierung 80 hatte man  ein Gründungsförderdarlehen der L-Bank erhalten, das mit einer 80-prozentigen Bürgschaft der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg verbunden ist.

Ideenwerkbw.de Newsletter

Einmal pro Woche die neuesten Startup-News!

NEWSLETTER