Plattform für B2B-Startups hat große Ambitionen

Plattform für B2B-StartupsDas Forum am Schlosspark in Ludwigsburg wollen die Veranstalter zur Netzwerk-Bühne machen. Foto: Forum am Schlosspark

In Ludwigsburg startet diese Woche nach Angaben der Veranstalter das bisher größte Startup-Event im Land, das Plattform für B2B-Startups und vor allem Mittelständler werden will.

Innolution Valley – das ist erst einmal ein Wort, das erklärungsbedürftig ist. „Wir haben es aus Innovation und Revolution zusammengesetzt“, sagt Gunnar Groß aus dem Betreiberteam. Eine Innovation soll das große Startup-Event, das am 3. und 4. November im Forum am Schlosspark in Ludwigsburg stattfinden, selber sein. Mit  einem so großen Aufschlag wie die Veranstalter, die dazu eine eigene Firma gegründet haben, ist in Baden-Württemberg beim Thema Vernetzung Mittelstand-Startups noch niemand eingestiegen.

Schon zur Premiere werden 1800 Teilnehmer werden erwartet, 80 Redner verteilten sich auf Hauptbühnen und Nebenplattformen, 90 aus unterschiedlichsten Branchen kommend Startup stellen sich vor. Am ehesten gibt es noch eine Analogie zu dem erstmals im Jahr 2016 veranstalteten Code_n-Festival, dem Startup und Innovationszweig des Stuttgarter IT-Dienstleisters GFT.

Plattform für B2B-Startups als Alleinstellungsmerkmal

Nicht nur mit der in der Region rekordverdächtigen Größenordnung, sondern auch beim Themenschwerpunkt sieht man für sich ein Alleinstellungsmerkmal. „Wir konzentrieren uns ganz auf den B2B-Bereich“, sagt Groß.  Also: Auf Startups, die sich an Firmenkunden richten, nicht an den Konsumenten. Dies sei auch der Grund gewesen, warum man einen Veranstaltungsort in der industriestarken Region  Stuttgart gesucht habe.

Neben dem rund um Stuttgart unvermeidklichen Thema Automobil gehören, Big Data, Industrie 4.0, Robotik und Handel gehören zu den Themenfeldern. Der praktische Nutzen stehe im Vordergrund – auch wenn es die für Startups gewohnte Möglichkeiten zu Kurzpräsentationen (Pitches) gibt. Wer vor der Jury besteht, kann am Ende einen Hauptpreis von 30 000 Euro entgegennehmen. Aber der Event-Charakter steht nicht im Mittelpunkt.

Praktischer Nutzen steht im Vordergrund

Ziel sei es aber, vor allem Mittelständlern mithilfe der neuen Plattform für B2B-Startups eine Möglichkeit zu bieten, für sie relevante Partner kennenzulernen – und umgekehrt. Während Großkonzerne wie Daimler oder Bosch hier ihre eigenen Formate hätte, fehle für diese Unternehmen ein entsprechendes Angebot.

Von einer üblichen Messe will man sich vor allem  durch Veranstaltungen unterscheiden, die ganz der Etablierung von Kontakten und dem gegenseitigen Kennenlernen gewidmet sind. In so genannten „Brainstorming-Sitzungen“ widmen sich beispielsweise zwei Dutzend ausgewählte Startup-Teilnehmer und qualifizierter Studenten einer Problemstellung, die zuvor ein Unternehmen ausgewählt hat. Die Resonanz sei erfreulich gewesen, sagt Groß auf die Frage, ob Mittelständler sich nicht scheuen, solche Probleme an die Öffentlichkeit zu geben.

Man habe sich unter fast zwei Dutzend möglicher Veranstaltungsorte auch deshalb für Ludwigsburg entschieden, weil Atmosphäre und Räumlichkeiten zu dem auf Kommunikation setzenden Konzept gepasst hätten.

Das Ganze muss sich rechnen

Das Geschäftsmodell baut bisher noch auf dem Engagement privater Sponsoren auf. Öffentliche Förderer sind bisher noch nicht involviert. Außerdem finanziert man sich durch Eintrittspreise. Die Rendite stehe dabei erst einmal nicht im Vordergrund, sagt Groß. Aus eigener Startup-Erfahrung haben man erlebt, wie schwer es für junge Gründer sei, an mittelständische Unternehmen heranzukommen, sagt Johannes Gerhold vom Veranstalterteam: „Das wollen wir ändern“.

Ludwigsburg soll dann auch im kommenden Jahr zum Mittelpunkt weiterer Veranstaltungen werden. Für den kommenden Herbst peilt man für die zweite Auflage des Innolution Valley dann bereits 3000 Teilnehmer an.

Noch mehr Innovationen...

Ideenwerkbw.de Newsletter

Einmal pro Woche die neuesten Startup-News!

NEWSLETTER