Exit von Fahrrad.de als gutes Signal für das Land

Exit von Fahrrad.de als gutes Signal für das LandMit Fahrrad.de fing es an - nun wird daraus ein Risikokapitalfonds in Stuttgart. Screenshot: Fahrrad.de

KOMMENTAR. René Marius Köhler hat bei fahrrad.de den  erfolgreichen Exit geschafft, von dem viele Gründer träumen. Dass er nun das Geld in Startups investiert,  ist  ein wichtiges Signal für Baden-Württemberg.

Geld ist in Baden-Württemberg eigentlich nicht das Problem. Angefangen mit den so genannten „family offices“ vieler Mittelständler, über Netzwerke von Business Angels und Investoren bis hin zu einer vielfältigen Gründerförderung – für den Startup-Standort im Land gibt es viel Potenzial.
Und dennoch war eine Komponente, die für das Silicon Valley entscheidend ist, in Deutschland und Baden-Württemberg bisher nicht so häufig. In Kalifornien sind Gründer, die einen erfolgreichen Exit hingelegt haben und andererseits das Startup-Gen immer noch in sich tragen, eine entscheidende Quelle für Risikokapital.
In den Vereinigten Staaten gilt es geradezu als Pflicht, das erarbeitete Vermögen wieder neuen Gründern zur Verfügung zu stellen. Es geht dabei nicht nur ums Geld, sondern um Erfahrung und das entsprechende Denken. Wer sich selber hart emporgearbeitet hat, kann sich in Startups gut hineinversetzen. Köhler, der nun selbst als Investor einsteigen will, steht für genau solch eine Geschichte, die Vorbildwirkung hat.

Fahrrad.de: Vor dem Exit nicht in die Öffentlichkeit gedrängt

Er war bisher niemand, der sich in die Öffentlichkeit gedrängt hat. Aber seine jetzigen Pläne sind eine wichtige Ansage: Nicht nur, dass er öffentlich ankündigt, selber auch höhere Beträge investieren zu wollen. Er wirbt vor allem um Partner. Und genau das ist, was man unter dem neudeutschen Begriff Netzwerk versteht. Thomas Villinger, der Geschäftsführer des Zukunftsfonds Heilbronn hat vor einiger Zeit in einem Interview mit IdeenwerkBW beklagt, dass  man solche Partnerschaften in Baden-Württemberg noch etwas besser üben könne.
Und dazu gehört es auch, öffentlich und weithin sichtbar solche Einladungen auszusprechen. Der Blick des neuen Fonds wird sich natürlich nicht nur auf Baden-Württemberg richten, aber Köhler lädt Gründer aus der Region ganz besonders ein. Das ist ein sehr ermutigendes Zeichen.

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