Der Röntgenblick von Facebook

Facebook; RöntgenbildRöntgenbild eines menschlichen Kopfes mit den Nasennebenhöhlen; Foto: Hellerhoff, CC BY SA 3.0

Auch wer beim Thema Datensammeln im Web nicht zur deutschlandtypischen Hysterie neigt, kann sich bei den neuesten Nachrichten aus den Labors von Facebook ein unbehagliches Gefühl nicht verkneifen. Künstliche Intelligenz ist ein Dauerbrenner, seit Jahrzehnten manchmal überschätzt. Aber mit Google und Facebook machen sich nun Internet-Giganten ans Werk, die nicht nur die nötigen Milliarden an Kleingeld haben, sondern auch massive wirtschaftliche Interessen,  um die Möglichkeiten der Computer-Intuition in neue Höhen zu treiben. Die Tatsache dass Facebook zuletzt in einem viel beachteten Chat von Mark Zuckerberg in dieser Woche (Foto) offenbar die öffentlichen Reaktionen testet, ist ein Indiz dafür wie weit teilweise die Projekte gediehen sind.

Der Facebook-Chef feiert wie üblich die Menschheitsbeglückung

Interessant ist offenbar, dass der Forschungschef Yann LeCun für die beruhigenden Beteuerungen zuständig ist, während Zuckerberg selbst die neuen Möglichkeiten in der für ihn typischen Art als Menschheitsbeglückung feiert. Nett ist es auch, wie man dem von mir geschriebenen und   als Link angehängten Artikel in der Stuttgarter Zeitung entnehmen kann, dass die Europäer von einigen in den USA inzwischen selbstverständlichen Möglichkeiten der Gesichtserkennung vorerst verschont bleiben. Aber wie lange? Was technisch geht, dafür gibt es irgendwann einmal einen Markt. Und man will ja nicht gleich wieder, wie in Europa  üblich,  nach gesetzlichen Regulierungen schreien. Aber ein globaler  Daten-Tüv, der Facebook bei der Verwendung von künstlicher Intelligenz auf die Finger sieht, wäre ein gutes Konzept. Aber das ist vorerst nur eine schöne Idee, ohne Aussicht auf Realisierung.
Update: Nun mit Link.

Hintergrund zu Facebook/künstliche Intelligenz (StZ)

RelatedPost

Ideenwerkbw.de Newsletter

Einmal pro Woche die neuesten Startup-News!

NEWSLETTER