Digital Media Women Stuttgart bauen Netzwerk

Digital Media Women Stuttgart, DMWDie Digital Media Women wollen Frauen in der Digitalbranche besser voranbringen. Foto: DMW

Beim Themenabend „Startup: Female Founders und Insiders“ der Digital Media Women Stuttgart gaben sechs Gründerinnen Tipps für Startups und Jung-Unternehmer und verrieten, warum digitales Arbeiten so wichtig ist. 

Männer suchte man bei der Veranstaltung „Startup: Female Founders und Insiders“ fast vergebens. Unter den etwa 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung in den Räumlichkeiten der BW-Bank in Stuttgart waren nur eine Handvoll Männer. Einer von ihnen war sich nicht einmal sicher, ob er überhaupt zur Veranstaltung kommen dürfe.

Aber Iris Bernotat von den Digital Media Women Stuttgart betonte: „Natürlich sind Männer willkommen. Ohne sie geht es nicht. Wir brauchen Männer, die sich für Frauen stark machen. Denn es sind sie, die meist in den wichtigen Positionen sitzen.“

Digital Media Women Stuttgart sind Teil eines Deutschland-Netzwerks

Veranstaltet wurde der erste Themenabend dieser Größe vom Verein Digital Media Women Stuttgart  (DMW) gemeinsam mit der Baden-Württembergischen Bank und dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg. Bei dem Event erzählten sechs erfolgreiche Gründerinnen aus Stuttgart und der Region ihre Geschichten, gaben Ratschläge und erklärten die Vorteile des digitalen Arbeitens.

Die Digital Media Women sind 125 aktive Ehrenamtliche, die sich neben ihrer Arbeit als Unternehmerin oder Angestellte für die Sichtbarkeit und Interessen von Frauen einsetzten. Deutschlandweit gibt es neun Standorte, einen davon seit Juni 2016 in Stuttgart. Mit Meetings, Themenabenden und Academys sollen Frauen gestärkt und geschult werden. Eines der Hauptthemen der DMW ist der digitale Wandel und die Chancen, die sich daraus ergebe

Die Digitalisierung macht flexibler und spart Zeit

„Durch die Digitalisierung habe ich einen flexiblen Arbeitsplatz. Man bekommt ganz andere Möglichkeiten, kann vom Home Office aus arbeiten und nebenher die Kinder betreuen“, sagte Elke Müller, Gründerin und Geschäftsführerin von Compass international GmbH. Es sei zudem einfacher geworden aufzufallen und mit Kunden in Kontakt zu treten. Auch die Zusammenarbeit im Team sei durch verschiedene Online-Tools praktischer und effektiver geworden. „Alles wird schneller und dadurch wächst zwar der Druck, aber am Ende spart man auch viel Zeit“, so Müller.

Aber rein durch Soziale Medien und das Internet baue man sich noch lange kein gutes Netzwerk und schon gar keine Grundlage für ein Startup auf, da waren sich die Gäste einig. „Das Digitale ist ein Türöffner, aber Beziehungen muss man persönlich aufbauen“, so Jasmin Hüther von Capgemini Deutschland.

Startschwierigkeiten beim Gründen sind vielfältig

Die Hürden des Gründens liegen aber nicht immer beim fehlenden Netzwerk, sondern seien so vielfältig wie die Gründerinnen selbst. Die einen scheuen das finanzielle Risiko, die anderen haben Angst vor der Konkurrenz oder zusätzlichen Aufgaben aus den Bereichen Marketing und Vertrieb. Johanna Döring, Gründerin und Geschäftsführerin von No/Academy hingegen hat auf die zündende Idee gewartet: „Ich habe schon im Studium gewusst, dass ich gründen möchte. Aber ich habe immer auf diese eine Idee gewartet. Bei Facebook beispielsweise dachte ich, da hätte ich auch drauf kommen können. Wenn jeder Bäcker auf diese eine Idee warten würde, dann hätten wir ein Problem.“

Die These, dass Frauen meist im Bereich Beauty, Fashion und Kinderbetreuung gründen würden, konnte zumindest diese Runde widerlegen. Kerstin Fuch ist als promovierte Biologin in das Technologieberatungs-Startup Zoi eingestiegen und Anika Ochsenfahrt beschäftigt sich als Mitgründerin von VRehality mit virtuellen Trainingssystemen für gelähmte Patienten.

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