Der Startup Summit Stuttgart entwickelt sich

Startup Summit StuttgartWinfried Kretschmann präsentierte sich auf dem Startup BW Summit 2019 als oberster Gründervater. Foto: Lichtgut/Zweygarth

Der vom Land Baden-Württemberg angestoßene Startup Summit Stuttgart, der jetzt in seine zweite Runde gegangen ist, demonstriert Lernfähigkeit. Die Richtung stimmt – aber es ist noch Luft nach oben. Ein Kommentar.

Aus dem „Gipfel“ ist ein „Summit“ geworden – was auf Englisch nichts anderes als Gipfel heißt. Nein, man sollte sich nicht über das bisschen Denglisch mokieren. Englisch ist in der Startup Welt nun einmal die unvermeidliche Weltsprache. In dem Wort steckt nämlich ein ganzes Stück Lernfähigkeit, das die Landesregierung bei der  zweiten Auflage ihres großen baden-württembergischen Startup-Treffens bewiesen hat.

Wirkte der erste Gipfel vor zwei Jahren noch wie ein nach regionalem Proporz austariertes Familientreffen mit leicht provinziellem Einschlag, so hat man jetzt mit dem Anspruch der internationalen Strahlkraft ernst gemacht: Israel als Gastland, 75 gezielt aus dem Ausland eingeladene Startups, Veranstaltungen auf Deutsch und auf Englisch, Auma Obama, die Halbschwester des Ex-US-Präsidenten als Stargast. Dass sich die Zahl der Startups und die Fläche mehr als verdoppelt haben, dass die Gründer zudem mehr Raum bekommen haben, um sich und ihre Unternehmen zu präsentieren, ist ebenfalls ein gutes Zeichen.

Der Startup Summit Stuttgart steht in hartem Wettbewerb

Es wurde auch höchste Zeit. Denn immer mehr Startup-Events buhlen um ihr Publikum. Ob Austin in Texas, Barcelona in Spanien, Helsinki in Finnland, – große internationalen Treffs haben sich längst außerhalb von Deutschland etabliert. Daran messen kann sich Stuttgart nicht – und muss es auch nicht. Wenn Baden-Württemberg besser als bisher seine Stärken als Standort junger Unternehmen in den Mittelpunkt rückt, dann ist schon einiges gewonnen. Dass man im Ländle nicht nur fleißig arbeiten, sondern auch leben kann, könnte aber ruhig noch sichtbarer werden.

Das auf Evolution und allmählichen Aufbau ausgerichtete Konzept passt eben zur Realität in der Region. Immerhin hat man es geschafft, die Startups ganz in den Mittelpunkt zu stellen und sie nicht in den Schatten der Sponsoren-Logos und Marketingbotschaften von etablierten Unternehmen zu stellen. Förderpolitik kann sich das erlauben. Dass dann trotz aller Weltläufigkeit der fein austarierte regionale Proporz weiterhin nicht zu übersehen ist, gehört wohl dazu.

Die Berichterstattung zum Startup BW Summit 2019 findet sich hier.

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