Crowdfunding-Startup Xavin aus Stuttgart wird flügge

XavinAuch der Kauf eines Sees für einen Anglerverein war ein Finanzierungsprojekt. Foto: Xavin

Stuttgart hat ein neues Fintech-Startup: Xavin organisiert Crowdfunding speziell zur Finanzierung von Vereinsprojekten. Das von Mitarbeitern der LBBW initiierte Projekt ist nun flügge und ein selbstständiges Unternehmen.

Die Geschäftsidee für Xavin entstand Ende 2016. Anlass war die Teilnahme der LBBW am Stuttgarter Activatr-Programm, wo Teams aus Mitarbeitern etablierter Firmen und erfahrenen Gründer in einem mehrmonatigen Programm Geschäftsideen entwickeln.

Zunächst als internes Projekt geführt, hat Xavin in Pilotprojekten bewiesen, dass das Geschäftsmodell funktioniert. Das Finanz-Startup bezeichnet sich als „digitale Plattform für regionale und emotionale Investments“. Xavin ermöglicht es Projektträgern, soziale und gemeinnützige Projekte online vorzustellen und diese über Kredite von Mitgliedern und Förderern zu finanzieren. Zinssätze in aufgeführten Beispielprojekten, die von Anglergewässern bis zu Sporthallen und einem Jugendkonzept  reichen, liegen bei unterschiedlichen Laufzeiten zwischen 0,7 bis 3,5 Prozent.

Xavin setzt auch auf die emotionale Motivation der Investoren

Erstmals haben damit Mitarbeiter der LBBW mit Unterstützung der Bank und externen Partnern ein Fintech gegründet. Aktuell arbeitet Xavin in erster Linie mit Sportvereinen zusammen. Man verhandelt aber bereits mit einer Reihe von Sparkassen, die die Dienstleistung unter ihrer eigenen Marke anbieten wollen. Motivation für die Vereine ist die Tatsache, dass die Anforderungen für die Vergabe von Bankkreditenhoch sind.

Über Crowdfunding lässt sich das Kapital günstiger organisieren und es wird dadurch leichter, dass viele potenzielle Investoren eine emotionale Verbindung zu dem Projekt haben und nicht allein auf die Rendite schielen. Für Anleger ist die Nutzung der Plattform kostenlos. Der Kreditnehmer bezahlt eine Servicegebühr.

Gemeinsame Gründer sind nun die LBBW, das Echterdinger IT- und Beratungsunternehmen DPS  und die Pioniergeist GmbH, die das Inkubator-Programm Activtr betreibt. Die DPS beteiligt sich im Rahmen einer Kapitalerhöhung mit einem sechsstelligen Betrag an dem Finanz-Startup.  Die DPS (16,5 Prozent) und die LBBW VC (24,5 Prozent) halten zukünftig zusammen 41 Prozent an der neu gegründeten GmbH, 55 Prozent gehören den Gründungsgesellschaftern Nina Gladen und Tobias Ungerer. Weitere 4 Prozent sind im Besitz der Pioniergeist GmbH.

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