Baden-Württemberg International auf der SXSW

SXSW, Baden-Württemberg international

Baden-Württemberg International (bw-i), eine seit vielen Jahren bestehende Plattform, die für Unternehmen im Land internationale Kontakte knüpft, entdeckt immer mehr die Startup-Welt. Man hilft nun Gründern bei Trips in die USA – etwa zur SXSW in Austin.

Und das kann man wörtlich nehmen: Zunächst steht vom 29.11. bis zum 4.12. diesen Jahres die Startup-Szene in New York auf dem Reiseplan. Dann folgt vom 11. bis 15.3.2016 eine Tour zur South by Southwest (SXSW) nach Texas. In unterschiedlichen Formaten bekommten dort Startups die Chance, von der US-Gründerkultur zu profitieren. Die Tour nach New York ist ein einwöchiges durchgetaktetes Startup Bootcamp, bei  dem fünfzehn in einem Bewerbungsverfahren ausgesuchte Unternehmen beispielsweise das Pitchen und andere Kniffs und Tricks für die Suche nach Investoren in den USA lernen.

Die Tour findet in Kooperation mit der German American Chamber of Commerce statt, bei der Baden-Württemberg International in einem Testlauf erstmals einen Slot allein für baden-württembergische Startups gebucht hat. Die Reise zur SXSW nach Austin in Texas dient als  klassisches Networking-Event, das den Rahmen des stark auf die Kreativwirtschaft setzenden Treffens dazu nutzt, deutschen Startups eine Chance zu Begegnungen und zur Inspiration zu geben.

Wer jetzt die Ohren spitzt, muss wissen, dass er sich bei einer Bewerbung beeilen muss. Für die Reise nach New York ist der offizielle, gegebenenfalls aber  noch etwas zu verlängernde Bewerbungsschluss der 11. September. Auch für die Tour nach Texas muss man sich bis 22. September bewerben. Dort sind zehn Plätze zu vergeben. Eine Informationsveranstaltung zur SXSW  findet schon am Montag, den 7. September statt. Ein wenig eigenes finanzielles Engagement ist gefordert. Einige Komponenten, etwa das nur 500 Euro kostenden Startup-Boot-Camp in New York, oder die Tickets zur SXSW sind allerdings subventioniert. Zudem gibt es für Texas einen Zuschuss von bis zu 1500 Euro. Aber Anreise und Unterkunft beispielsweise gehen auf eigene Kosten.

Neuland für die Wirtschaftsförderer von Baden-Württemberg international

„Auch für uns ist das immer noch Neuland, weil wir traditionell mit kleinen und mittleren Unternehmen zu tun hatten“, sagt Cornelia Frank, Leiterin der Abteilung Außenwirtschaft und Standortmarketing Wirtschaft von  Baden-Württemberg International über den Ausflug in die amerikanische Startup-Welt. Doch die erste Tour in diesem Jahr  nach Austin sei eine sehr ermutigende Erfahrung gewesen, sagt sie. Drei aus der Gruppe  der regionalen Startups,  die in Texas dabei waren, werden über ihre Erfahrungen berichten. Es sind MyCouchbox, Smoope und Mauz & Wauz.

Die SXSW ist weniger eine Messe als eine Begegnungsveranstaltung, auf der nicht Stände in der Halle sondern Vorträge dominieren. „Die besten Kontakte bekommt man da schon beim Schlangestehen für den Kaffee“, sagt Frank. Hier zeige eben die amerikanische Netzwerk-Kultur ihre Stärken. Die Offenheit, die permanente Gesprächsbereitschaft, bei der sich auch ein potenter Venture Capitalist nicht zu schade sei den ersten Faden beim Warten auf die Pizza zu knüpfen, nennt sie als eine wichtige Erfahrung.

Zentraler Stützpunkt für die Teilnehmer, auf dem sie auch ein paar Pflichttermine absolvieren werden,  ist das so genannte Deutsche Haus, das seit einigen Jahren die Bundesländer Berlin, Hamburg und Nordrhein-Westfalen organisieren. In diesem  Jahr waren erstmals auch Baden-Württemberg und Bayern dabei. Kleine Pointe am Rande: Ausgerechnet auf dieser Kreativmesse, die unter den drei Kapiteln „Film, Music, Interactive“ läuft,  wollen die Deutschen den Amerikanern im kommenden Jahr verstärkt auch das Mantra ihrer Industrie 4.0 beibringen, auch wenn Frank einräumt, das man im Gespräch darüber besser bei den Stichworten Internet of Things und Industrial Internet aufgehoben ist.  Aber man  könne  ja generell die Interaktion zwischen Mensch und Maschine oder den 3D-Drucker unter diese Überschrift fassen. Wie man es auch immer nennt: Dies ist ein Profil, das man bei bw-i für Baden-Württemberg besonders wichtig hält.

Einige der an der ersten Reise zur SXSW in diesem Jahr  beteiligten Startups tragen sich durchaus mit dem Gedanken, einmal den Zeh in das kalte Wasser des US-Marktes zu stecken – auch wenn der Sprung dorthin natürlich enorm ist. Bw-i hat sich für Trips nach Austin und New York entschieden, weil im Silicon Valley über den German Accelerator  schon eine feste deutsche Plattform besteht. Im übrigen wird es in Kalifornien für den dort immer zahlreicher gewordenenen, deutschen Startup-Tourismus schwieriger,  auf dem überlaufenen Terrain  hochrangige Gesprächspartner zu finden. Für die kommende Zeit sind weitere Reiseziele im Visier, allerdings bisher noch nicht in der konkreten Planung. Frank nennt beispielsweise vor allem Israel aber auch London als mögliche künftige Destinationen.

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