Artur Fischer Erfinderpreis würdigt private Tüftler

Artur Fischer ErfinderpreisDer Artur Fischer Erinderpreis würdigt Geistesblitze. Foto: BW Stiftung

Erfinder sind auch im Zeitalter der Startups und der Digitalisierung nicht out. Der Artur Fischer Erfinderpreis ist ein Gradmesser, wozu auch Tüftler im traditionellen Sinn in Baden-Württemberg heute fähig sind.

Die Ideen sind vielfältig: Das reicht beispielsweise von der Notfall-Aufwicklung für Rollläden über Strom aus Niedrigtemperatur-Abwärme oder ein Liegerad-Tandem bis zum Katamaran-Auto mit geringem Luftwiderstand, um nur mal vier von insgesamt zehn nominierten Erfindungen für den Artur Fischer Erfinderpreis Baden-Württemberg zu nennen – genauer gesagt geht es dabei um die Nominierungen für den Hauptpreis. Mit dem Artur Fischer Erfinderpreis, der alle zwei Jahre vergeben wird, werden „herausragende Erfindungen mit Praxisbezug“ in mehreren Kategorien prämiert. Der Preis ist mit insgesamt 38 000 Euro dotiert, davon entfallen allein 10 000 Euro auf den Hauptpreis.

Artur Fischer Erfinderpreis hat Amateure im Blick

Namensgeber des Wettbewerbs ist Artur Fischer, der im Januar 2016 verstorbene Dübel-König und Erfinder. Am Mittwoch werden die Preise verliehen und ausgehändigt durch Cornelia Rudloff-Schäffer, Präsidentin des Deutschen Patent- und Markenamtes, Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg-Stiftung, und Jürgen Grün, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung, Fischerwerke aus Waldachtal. 99 private Erfinder sowie 50 Schüler beziehungsweise Schülergruppen hatten sich in diesem Jahr heuer um den Fischer-Preis beworben. Nominiert wurden aus den Einsendungen zehn private Erfindungen und insgesamt 20 Ideen von Schülern, darunter etwa ein autonomer Kühlschrank, der sich die nötige Energie aus einem Sonnenpanel holt oder beispielsweise ein intelligentes Fahrradschloss, dass vom Smartphone aus abgeschlossen werden kann. Überhaupt hatten die Nachwuchs-Erfinder pfiffige Ideen – auch ein Siphon mit Verwirbelungstechnik, wenn mal das Wasser nicht abläuft.

Sonderauszeichnung für Ressourcen-Effizienz

Aufgabe war bei diesem neunten Wettbewerb wiederum, Dinge zu erfinden, die nicht nur neu oder originell sind, sondern auch einen Nutzen für die Allgemeinheit aufzuweisen haben, heißt es in einer Mitteilung der Baden-Württemberg Stiftung. Neu ausgeschrieben war diesmal zusätzlich ein mit 5000 Euro dotierter „Sonderpreis Ressourcen-Effizienz der Unternehmensgruppe Fischer“. Professor Klaus Fischer hat ihn ausgelobt „für eine herausragende Idee zur Vermeidung von Verschwendung, sei es von Zeit, Energie, Rohstoffen oder Informationen“.

Unter den Nominierungen für den Hauptpreis geht es dieses Mal nicht nur um raffinierte Energiegewinnung, sondern auch um hilfreiche Neuerungen im Gesundheitsbereich bis zu hin Lösungen für Industrie und Handwerk. Neben den bereits eingangs vier genannten Nominierungen für den Hauptpreis geht es auch noch um einen Universalträger für Rollstühle, eine Kontaktlinsen-Desinfektion, einen Beinwärmer für Radfahrer, einen integralen Lawinen-Atemschutzhelm, sowie einen auswechselbaren Schuh-Absatz und einen Anzünder für Imkersmoker.

Noch mehr Innovationen...

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