Eine Arena42 fürs Internet der Tiere

Arena42Auch innovative Lebensmittel sind bei dem Accelerator-Programm das Thema. Foto: Katana

Arena42, das Startup- und Geschäftsentwicklungsprogramm der baden-württembergischen Wirtschaftsinitiative Bwcon,  beschäftigt sich in der aktuellen Ausschreibung mit der  Agrar- und Nahrungsmittelbranche. Zehn Finalisten erhalten bis zu 100000 Euro  Fördermittel je Team.

Der in Kooperation mit dem europäischen Programm Katana ausgerichtete Wettbewerb, für den man sich bis zum 28. Februar bewerben kann, dreht sich um Landwirtschaft  und die Agrartechnologie der Zukunft. Leicht ironisch nennt man das in der Überschrift der Pressemitteilung „das Internet der Tiere, Pflanzen und Lebensmittel.“
Mögliche Produkte und Dienstleistungen, die in dem mehrmonatigen Betreuungs- und Beratungsprogramm entstehen können,  sind laut der Ausschreibung etwa intelligente Sensoren für Ackerbau und Logistik,  mobile Lösungen für den Vertrieb von Nahrungsmitteln oder innovative Lebensmittel für spezielle Zielgruppen. Das Programm widmet sich damit erstmals dem Bereich der so genannten AgTech.

Arena42 wird diesmal ganz anders aufgezogen

Auch die Bewerbung und die Art der Förderung sind neu gestaltet. Bewerber schicken zunächst ein kurzes Video, das ihre Motivation erläutert. Das können Einzelpersonen oder Unternehmen sein.  In einem öffentlichen Bewertungsverfahren werden die besten 100 Bewerber ausgesiebt.
Der Clou dabei: Die Teilnehmer bewerten sich  gegenseitig auf Augenhöhe. Jeder Bewerber erhält nach Ende der Bewerbungsfrist einen Link, über den er auf eine Bewertungsplattform gelangt. Die Bewerbungsvideos, die er dann zu sehen bekommt, sind nach dem Zufallsprinzip ausgewählt.
Dann werden diese Videos bewertet: Was ist der Hintergrund der Bewerber? Verstehen sie die Spielregeln des Agrar-Tech-Bereichs und welche Vision haben sie? Ein  Algorithmus schützt vor Verzerrungen. Man kann also nicht willkürlich andere schlechter bewerten,  um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen.

Die Teams sollen sich Unterstützer und Verbündete suchen

Jeder, der diese Vorrunde übersteht, erhält je 2000 Euro, um an den europaweiten „Matchmaking Weeks“ im April 2017 teilzunehmen. Dabei sollen die ausgewählten Teilnehmer dann Unterstützer und Verbündete für Ihre Ideen finden.
Im Sommer kommen  alle Teams in Stuttgart für drei Tage zusammen. Dort werden sie ihr Geschäftsmodell weiterentwickeln und eine  Crowdfundingkampagne vorbereiten.  Die Entscheidung, welche zehn Teams am Ende 100 000 Euro erhalten, hängt davon ab, ob sie im Rahmen einer solchen Kampagne genügend Unterstützer finden. Hier soll es wichtiges Feedback zu den geplanten Produkten geben, die dann schon frühzeitig an den potenziellen Markt angepasst werden können.
„Uns ist es wichtig, dass sich die Lösungen unserer Teams an den tatsächlichen Bedürfnissen ihrer Nutzer orientieren“, sagt Alexandra Rudl, die Leiterin Innovationsprogramme bei der Bwcon GmbH und Initiatorin von Arena42. Bisher gab es bei dem 2015 gestarteten Programm schon zwei Runden, die sich einmal mit Ideen für das Internet der Dinge befassten und ein andermal mit einer offenen Themenstellung an den Start gingen.

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