Ackerhelden sucht Fans für den Ackerbau

Ackerbau; AckerheldenGrün - einmal ganz konsequent; Foto: Ackerhelden

Innovation ist nicht immer Hightech. Manchmal braucht es einfach eine neue Geschäftsidee. Das Essener  Startup Ackerhelden will nun auch die Stuttgarter Konsumenten ganz konsequent zum selbst betriebenen biologischen Ackerbau anleiten.

Die Firma, die mit ihrem Namen  das beim Thema Essen offenbar populäre Helden-Motto aufgreift,  bietet bundesweit biozertifizierte und vorbepflanzte Bio-Gemüsegärten zum Mieten an. Seit 2012 sind die beiden Gründer Birger Brock und Tobias Paulert auf dem Markt. Sie befolgen bei ihren Gemüsefeldern die Richtlinien der Bioanbauverbände Bioland, Biokreis, Demeter und Naturland. „Wir möchten die Menschen wieder näher an das herführen, was sie täglich essen“, sagt  Brock.  Die Felder sind 40 Quadratmeter groß und sind mit rund 30 verschiedenen Gemüsekulturen vorbeplanzt. In der Miete inklusive sind Saatgut und Jungpflanzen für 10 weitere Gemüsesorten, um abgeerntete  Reihen aufzufüllen. Auch Gießwasser, Gießkannen und Geräte sind inklusive. Zudem gehört die Beratung von dem Ackerbau  entfremdeten Städtern und Bio-Amateuren dazu. Dieses Coaching und die Bio-Garantie seien die Marktnische, heißt es. Auch bei der Zahl der angebotenen Gemüsesorten sei man führend, heißt es.

Ackerhelden hat zwei Standorte in Stuttgart

In Stuttgart kommen in der Anbausaison 2016  zwei Standorte im  Norden bei Korntal und im Süden in Riedenberg dazu. Die Zertifizierungskriterien sind unterschiedlich: In Korntal werden Bioland-Richtlinien gelten, im Süden die Standards des anthroposophisch angehauchten Demeter-Verbandes. Im Jahr 2015 haben knapp 2900 Kunden  aus 81 Städten auf 11 Anlagen die Selbstversorgung eingeübt. Die biologischen Anbauverbände unterstützen das Projekt auch deshalb, weil es ihre Arbeitsweise für ein neues Publikum verständlich macht. „Mit der Marke Ackerhelden entstehen neue Berührungspunkte mit der ökologischen Landwirtschaft“,  sagt Jan Plagge, der Präsident von Bioland. Für das grüne Projekt würden die Initiatoren im Jahr 2015  unter anderem in der Kategorie Lifestyle mit dem europäischen Umweltpreis Greentec Award ausgezeichnet.  2016 soll es in Deutschland  bis zu 20 Standorte geben – in Baden-Württemberg neben den zwei in Stuttgart, auch noch in der Öko-Hochburg Freiburg.

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